Gemeindeportraits  Fürs Ungewöhnliche zuständig: die Baptistengemeinde Eberswalde Goethestr.23a - 16225 Eberswalde Die   sanierte,   mit   Holz   verzierte   Kirche   der   Ev.-Freikirchlichen   Gemeinde   Eberswalde   (Baptisten)   wirkt historisch   und   ehrwürdig.   Seit   1914   befindet   sie   sich   in   unmittelbarer   Nähe   zur   evangelischen   Stadtkirche am Markt in der Goethestraße 23a. Die Ortsgemeinde selbst wurde schon 1879 ins Leben gerufen. Doch   altmodisch   ist   die   Gemeinde   keineswegs   –   sie   bemüht   sich,   den   gesellschaftlichen   Prozessen   der Gegenwart    Rechnung    zu    tragen.    Schon    deshalb    wird    in    dieser    Gemeinde    Ökumene    und    das Zusammenstehen   der   Christen   großgeschrieben.   Die   Gemeinde   ist   aktiv   im   „Arbeitskreis   Christlicher Kirchen“,   der   auch   die   katholische   Kirchengemeinde   umfaßt.   Zu   Zeiten   der   DDR   hatte   die   Stadt   sechs evangelische   Pfarrer   –   heute   sind   es   zwei.   Gerade   dieser   Rückgang   an   „professionellen“   Mitarbeitern macht die Zusammenarbeit der Gläubigen gefragter denn je. Der   Wirkungsgrad   dieser   Gemeinde   geht   weit   über   die   Zahl   der   festeingetragenen   Mitglieder   (rund   115 Erwachsene)    hinaus.    Man    darf    auch    ohne    Mitgliedschaft    „einfach    dabei    sein“.    Gundula    Gillert,    eine langjährige,    freiwillige    Mitarbeiterin    in    dieser    Gemeinde,    versichert:    „Wir    sind    ökumenisch    offen    und werben   um   den   Glauben,   aber   wir   wollen   niemanden   proselytisieren.   Jahrelang   war   unsere   Chorleiterin aus   einer   freien,   evangelischen   Gemeinde.   Wir   lassen   die   anderen   einfach   stehen.“   Ein   Kreis   junger Familien,   der   sich   oftmals   nach   dem   Gottesdienst   zum   Mittagessen   trifft,   besteht   nur   zur   Hälfte   aus Mitgliederfamilien. Der    gemeindliche    Dienst    des    „Blauen    Kreuzes“    unter    Suchtkranken    geht    im    Wesentlichen    auf    das Engagement    evangelischer    Mitchristen    zurück.    Ein    weiterer    Schwerpunkt    ist    die    Kinderarbeit,    die gegenwärtig   rund   38   Kinder   betreut.   Es   besteht   auch   ein   Kids-Club   und   einen   Chor   sowie   Kreise   für Frauen   und   Senioren.   Musikalisch   zielt   man   auf   die   Vielfalt.   „Wir   setzen   auf   das   Intergenerationale“, erklärt   Frau   Gillert.   „Das   wollen   wir   ausbauen.“   Die   Seelsorge   ist   eine   besondere   Stärke   des   Pastors, Johann Vollbracht. Da läßt er sich auch gerne von gemeindefremden Menschen aufsuchen. Die   EFG   Eberswalde   trägt   der   Tatsache   Rechnung,   daß   die   deutsche   Gesellschaft   immer   weniger   aus   in Deutschland    geborenen    Menschen    deutscher    Nationalität    besteht.    Pastor    Vollbracht,    z.B.,    ist    ein    in Rumänien   aufgewachsener   Deutscher.   Es   sind   alle   Nationen   herzlich   eingeladen:   Zum   Kreis   der   sieben Täuflinge     beim    Taufest     am     18.     Mai     2014     gehörten     zwei     Iraner.     Es     gehören     auch     ein     paar Aussiedlerfamilien   zur   Gemeinde,   doch   für   sie   gibt   es   keine   besonderen   Treffen.   „Wir   wollen   sie   nicht aussondern“, heißt es. „Sie sollen integriert werden und als Deutsche unter Deutschen leben können.“ Eine    zweite,    sehr    konservative    Baptistengemeinde    in    der    Stadt    besteht    nahezu    ausschließlich    aus Aussiedliern    aus    der    ehemaligen    Sowjetunion.    Sie    arbeitet    selbständing    und    hat    wenig    Kontakt    mit anderen Gemeinden am Ort. Die   EFG   Eberswalde   zeichnet   sich   auch   dadurch   aus,   daß   sie   sich   um   die   öffentlichen   Medien   am   Ort bemüht.   Wenn   sie   eine   Sonderveranstaltung   zu   bieten   hat,   sucht   sie   die   Beihilfe   der   öffentlichen   Medien. Es    gibt    allerdings    Gemeinden,    die    aus    Furcht    vor    einer    Verminderung    der    Besucherzahlen    am Sonntagvormittag   die   Zahl   weiterer   Veranstaltungen   drosseln.   Dazu   gehört   diese   Gemeinde   nicht.   Sie denkt eher: Je mehr Veranstaltungen und Arbeit, desto größer der mögliche Segen für ihre Stadt. Zum   sonntäglichen   Gottesdienst   um   10   Uhr   ist   jedermann   und   –frau   herzlich   eingeladen.   Parallel   –   nach einem   gemeinsamen   Anfang   –   findet   der   Kindergottesdienst   statt.   Hinterher   sind   alle   zu   Kaffee   und Kuchen   eingeladen.   An   jedem   vierten   Sonntag   im   Monat   gibt   es   einen   Kino-Abend;   es   werden   meistens bekannte, säkulare Filmen vorgeführt. Weitere    Angebote    und    Kontaktadressen    können    der    Webseite    der    Gemeinde    entnommen    werden: http://home.arcor.de/siegmar.w/efg/index.htm “. Autor: wy
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